Kleinster Affe der Welt: Zwergseidenaffen im Kölner Zoo geboren

(starparks) Kleinster Affe der Welt: Zwergseidenaffen im Kölner Zoo geboren.

Neue Bewohner im Kölner Zoo

Neue Bewohner im beliebten Urwaldhaus des Kölner Zoos: Anfang August kam hier zweifacher Nachwuchs bei den Zwergseidenaffen zur Welt. Der Vater der beiden geschlechtlich noch unbestimmten Jungtiere ist 2,5 Jahre alt und kam 11.2.2017 aus dem Zoo Magdeburg nach Köln. Die 3-jährige Mutter stammt aus dem Zoo Jihlava, Tschechien, und lebt seit dem 19.2.17 im Kölner Zoo.

Es ist der zweite Wurf der Eltern. Ihr im Dezember 2017 geborenes, männliches Jungtier trägt die nun zur Welt gekommenen Zwergseidenaffen ebenfalls regelmäßig als großer Bruder in seinem Pelz herum. Waren die beiden Affen bei der Geburt nur daumengroß, sind sie inzwischen gut gewachsen und immer besser zu sehen.

Die Anlage für die kleinste echte Affenart der Welt entstand 2013 im Urwaldhaus des Kölner Zoos. Hier leben sie in direkter Nachbarschaft zu den größten auf der Erde beheimateten Affen, den Gorillas. Auf 10 m² Grundfläche und 3 m Höhe bietet die Anlage den Winzlingen reichlich Platz an der frischen Luft. Sie ist mit Naturboden versehen, mit Büschen bepflanzt und Ästen verschiedener Stärke eingerichtet. An der Vorderseite haben Besucher die Möglichkeit, die Zwergseidenaffen durch eine Glasscheibe zu beobachten, die mit Bastmatten und Wurzelholz verkleidet ist. Es bedarf manchmal etwas Geduld, um die gut getarnten und als Schutz vor Raubfeinden im Freiland zeitweise still sitzenden Klein-Affen zu entdecken. Sobald diese aber erkannt werden, sind viele Besucher entzückt.

Zwergseidenaffen stammen aus dem Amazonasgebiet Südamerikas. Sie sind mit nur 110 bis 140 g Gewicht und einer Körperlänge von 14 cm die kleinsten Primaten mit trockenem Nasenspiegel. Obwohl es auf Madagaskar noch kleinere Primaten – zum Beispiel verschiedenen Arten Mausmakis – gibt, zählen diese zu den Lemuren und besitzen einen feuchten Nasenspiegel. Zwergseidenaffen bewohnen untere Waldschichten, wo eine große Dichte von Stämmen und Ästen ihnen schnelle Fluchtmöglichkeiten vor ihren vielen Raubfeinden bieten. Die Nahrung besteht zu 67 Prozent aus Baumsäften, der Rest aus Früchten und Insekten, wobei letztere geschickt und blitzschnell gegriffen werden. Um an die Baumsäfte zu kommen, verfügen sie über spezielle Anpassungen: krallenähnliche Nägel mit scharfen Spitzen, die auch auf glatter Baumrinde guten Halt geben, sowie scharfe große Schneidezähne, mit denen sie Löcher in die Rinde nagen.

Sie leben in Familiengruppen von meist sechs Tieren, bestehend aus einem Paar mit seinen Jungtieren der letzten Würfe. Meist werden zwei Jungtiere pro Wurf geboren. Die Tragzeit beträgt 4,5 Monate. Zumeist trägt der Vater den Nachwuchs.

Pressekontakt:
AG Zoologischer Garten Köln
Christoph Schütt
Riehler Straße 173
50735 Köln
0221/7785-235
0221/7785-111
schuett@koelnerzoo.de

Quelle: Pressemitteilung AG Zoologischer Garten Köln vom 11.10.2018
Bildquelle: Werner Scheurer

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