Großer Zuchterfolg im Allwetterzoo: Erstes Zweifarb-Tamarin Pärchen geboren

Als dritter Zoo in Deutschland präsentiert der Allwetterzoo seit April 2017 Zweifarb-Tamarine. Bei Weibchen Jill und Männchen Jack war es Liebe auf den ersten Blick! Umso erfreulicher für den Zoo und die weltweiten Artenschutzbemühungen, dass nun zwei kleine Tamarine das Licht der Welt erblickt haben.

Die zur Gruppe der Krallenaffen gehörenden Primaten leben in kleinen Gruppen zusammen und werden von einem dominanten Weibchen geführt. Das Männchen allerdings, wie bei Krallenaffen üblich, hilft sehr intensiv bei der Jungtieraufzucht und trägt die Kleinen auf seinem Rücken umher. Nur zum Säugen werden die Jungtiere zur Mutter gebracht.

Foto: Allwetterzoo Münster

Bei den Zweifarb-Tamarinen handelt es sich um eine der am stärksten bedrohten Primatenart weltweit. Die aus Brasilien stammenden Affen kommen nur noch im Amazonasbecken vor, in der Umgebung von Manaus. Eine Region, in der der Regenwald massiv abgeholzt wird. Daher ist die Population in den letzten 15 Jahren um mehr als 50% geschrumpft und es leben vermutlich keine 2000 Tiere mehr. Eine erschreckende Bilanz für die weltweite Arterhaltung.

Der Brasilianische Staat fördert ein Schutzprogramm für die letzten frei lebenden Vertreter dieser Art – und ebenfalls ein weltweites Zuchtprogramm, um die Tiere in Menschenhand zu erhalten und ggf. auswildern zu können. Alle Tiere in Menschenhand verbleiben im Besitz Brasiliens – ebenfalls die Jungtiere. Aktuell leben in europäischen und amerikanischen Parks 183 Zweifarb-Tamarine in insgesamt 85 zoologischen Einrichtungen. Drei davon befinden sich in Deutschland: Erfurt, Magdeburg und Münster.

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