Großer Umzug nach New Orleans für Orang-Utan aus Hannover

Neues Zuhause mit Blick auf den Mississippi – Orang-Utan-Männchen Jambi zieht im Herbst nach New Orleans

 

Vierzehn Meter hohe Kletterbäume, Palmen, Hängematten, Naturboden, Wasserfall, Panorama-Blick auf den Mississippi: Auf Orang-Utan-Männchen Jambi aus dem Erlebnis-Zoo Hannover wartet ein neues, sonniges Zuhause im Audubon Zoo in New Orleans. Die neue Heimat für Jambi wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) und der amerikanischen Erhaltungszucht-Koordination für Sumatra Orang-Utans gefunden. Voraussichtlich im Herbst wird Jambi die Reise in den Bundesstaat Louisiana in den Vereinigten Staaten antreten.

Der Audubon Zoo gehört zum Audubon Nature Institut, eine Familie von zehn Museen und Parks mit der gemeinsamen Mission, Natur zu erhalten und den Menschen näherzubringen. Das neue Reich der Orang-Utans mit seinem spektakulären Klettergarten wurde 2015 im Audubon Zoo eröffnet.  Jambi wird dort auf zwei Weibchen, Feliz und ihre Tochter Menari, treffen und hoffentlich zum Erhalt der stark bedrohten Tierart beitragen. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir so ein schönes Zuhause für Jambi gefunden haben“, so Hannovers Zoologischer Leiter, Klaus Brunsing. „Vom höchsten Kletterbaum aus können die Orang-Utans im Auduon Zoo die Schiffe auf dem Mississippi beobachten.“ Bis zum Herbst haben Besucher und Tierpfleger jetzt Zeit, sich von dem liebenswerten Orang-Utan-Männchen zu verabschieden.

Jambi (22) stammt aus dem Zoo La Bossière du Doré, Frankreich, und kam im Herbst 2008 nach Hannover. Mit der Abgabe von Jambi wird der Erlebnis-Zoo die Haltung der asiatischen Menschenaffen vorerst beenden.

Vom Aussterben bedroht

Sumatra Orang-Utans werden von der Naturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft. In freier Wildbahn leben heute nur noch etwa weniger als 14.000 Sumatra Orang-Utans, Bestand abnehmend, die durch die Waldrodung für Palmöl-Plantagen stark bedroht sind.

(PM)

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