Größeres Gehege und neuer Partner für Rotes Panda-Weibchen

Im Tiergarten Schönbrunn startet diese Woche der Umbau der Anlage der Roten Pandas. Die Tiere bekommen durch einen kleinen Trick mehr Platz. „Ein Teil des derzeit gepflasterten Besucherweges wird künftig den Tieren zur Verfügung stehen. Dadurch vergrößert sich ihr bisher 102 Quadratmeter umfassendes Gehege um 64 Quadratmeter“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Rote Pandas, die im östlichen Himalaya-Gebiet und Südwesten Chinas zuhause sind, schätzen im Sommer schattige Plätze und klettern gerne. „Im Zuge der Vergrößerung der Anlage dürfen sich die Tiere auch über mehr Bepflanzung freuen. Zusätzlich wird das bestehende Klettergerüst erweitert“, ergänzt die zuständige zoologische Abteilungsleiterin Eveline Dungl. Rund 50.000 Euro investiert der Tiergarten Schönbrunn in die Baumaßnahmen.

Zuletzt wurde die Anlage vom Weibchen Mahalia bewohnt, das bereits vergangene Woche in ein Ausweichquartier hinter den Kulissen des Zoos übersiedelt ist. Dort gab es eine „Überraschung“: einen neuen Partner. Dungl: „Das Männchen Manjul ist schon Ende März auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus dem italienischen Zoo Parco Faunistico La Torbiera zu uns gekommen. Um ihm ein mehrmaliges Übersiedeln zu ersparen, ist es direkt ins Ausweichquartier eingezogen.“ Dort lernen sich Mahalia und Manjul nun kennen. Manjul ist knapp zwei Jahre alt. Sein nepalesischer Name bedeutet „der Hübsche“. Bleibt zu hoffen, dass Mahalia das genauso sieht, denn die beiden sollen künftig für Nachwuchs bei dieser bedrohten Tierart sorgen. Die Arbeiten an der Roten Panda-Anlage werden in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Dann übersiedeln die beiden in das Gehege und sind für die Besucher zu sehen.

(PM)

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