Sie sind klein, flink, schnell und neu im Allwetterzoo Münster: Zwerggleitbeutler

Zweite Beuteltierart in den Allwetterzoo eingezogen: Zwerggleitbeutler neue Bewohner im Löwenhaus

Man muss schon genau hinsehen, um die quirligen Tiere zu entdecken, die in einer waghalsigen Geschwindigkeit ihr neues Zuhause erkunden. Gleich neben den Nilflughunden gibt es einen neuen, abgedunkelten Bereich, denn Zwerggleitbeutler sind nachtaktiv. Damit die Besucher tagsüber die Tiere zu sehen bekommen, ist der Tag- Nachtrhythmus in dem Gehege um 12 Stunden verschoben werden. Das bedeutet, dass zu Besuchszeiten im Gehege NACHT herrscht, während dann am Abend die Beleuchtung angeht.

Mit den Zwerggleitbeutlern zieht nun die zweite Beuteltierart, neben den Bennett-Kängurus, in den Allwetterzoo ein. Sie sind eine der kleinsten Beuteltierarten mit einer Gesamtlänge von gerade mal 80 mm. Die an der australischen Ostküste beheimateten Tiere sind dazu fähig, an glatten Oberflächen, wie Rinde oder Blattstrukturen Halt zu finden. So kann man die Tiere im Allwetterzoo mit ein wenig Glück sogar vertikal an Glasscheiben kletternd beobachten. Mit ihren Gleitmembranen, die sich an der Körperseite zwischen den Vorder-und Hintergliedmaßen befinden, können die Zwerggleitbeutler weite Sprünge vollführen und so bis zu 20 m weit gleiten. Im Verhältnis zu deren geringe Körpergröße eine immens weite Strecke.

In Münster ist nun eine Gruppe mit insgesamt 32 Tieren, ausschließlich männlichen Tieren ansässig, da immenser Männerüberschuss herrscht. In ganz Europa werden die Tiere nur in 12 Zoos gehalten – in Deutschland ausschließlich in Frankfurt und nun in Münster.

Zwerggleitbeutler finden sich manchmal in der Nähe des Menschen und gelten als häufige Tiere. Sie zählen bisher nicht zu den bedrohten Arten.

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